Augst

- einmal anders


Foto: Hans-Jürgen Günther
Achillesplatte

aus dem 1961/62 in Kaiseraugst gefundenen Silberschatz
Detailaufnahmen von Hans-Jürgen Günther, 25.06.2010


Auf Mausklick kommt man zu einer Vergrößerung des Bildes
und beim Weiterfahren zu den 11 - vergrößerten und
kommentierten - Detailmotiven der Platte.

























Foto: H.-J. Günther

Augusta Raurica, Theater - Ansicht von 1550
Quelle: Sebastian Münster, "Kosmographia", Basel 1550




























Foto: Jörg Ziebold

Augst, Theater - Ansicht vom Sommer 2003


























Ein lohnendes Ausflugsziel - auch schon für "kleine Lateiner" im 2. oder 3. Jahr - wurde und ist für viele Gymnasien im Oberrheingebiet die ehemals blühende Stadt am Rheinknie bei Basel: Augusta Raurica (heute Augst).
Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums Emmendingen erleben die Exkursion - eine Kombination aus Wandertag und Begegnung mit der Antike - seit Jahrzehnten wie folgt:




Foto: Jörg Ziebold
Anfahrt per Zug


























Hin (z.B.):Abfahrt Emmendingen (DB): 7.45 Uhr
Ankunft Rheinfelden (Baden): 9.52 Uhr


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Foto: Jörg Ziebold
"migrare necesse est."
Wanderung über Rheinfelden,


























ertappte Kirschendiebe
"Rast und Raub"
über den "Berg" (Rast)

























'seltene Pflanzen'

durch Sonnenblumenfelder
nach Augst
Ankunft gegen 13 Uhr (s. Kartenskizze)


























Der Glanzpunkt aus dem 1961/62 gefundenen Silberschatz
im Museum Augst, die

Achillesplatte

 Foto: Hans-Jürgen Günther

Die 11 Einzelmotive hier anklicken:    1.    2.    3.    4.    5.    6.    7.    8.    9.    10.    11.   


Die Platte enthält in 11 Bildern Mythen, die sich um Achilles ranken.

(Silber, Höhe 3,9 cm, Durchmesser 53 cm, Gewicht 4,643 kg
Sie wurde zwischen 330 und 340 in Thessaloniki hergestellt.)

Nachfolgend eine kurze Beschreibung der elf Bildfelder,
die jeweils durch kleine dorische Säulen gerahmt werden.









Foto: Hans-Jürgen Günther


1.

Die Geburt des Achilles.
Seine Mutter, die Meeresgöttin Thetis, ruht noch auf dem Gebärstuhl.
Davor hat die Hebamme den neugeborenen Knaben abgesetzt.
Rechts im Bild seine Wiege, ein Körbchen.






















Foto: Hans-Jürgen Günther


2.

Thetis taucht Achilles in den Unterweltsfluss.
Dadurch wird er am ganzen Körper unverwundbar - bis auf die "Achillesferse",
an der ihn die Mutter beim Eintauchen festhält.
Im trojanischen Krieg wird ihn an dieser Stelle der tödliche Pfeil des Paris treffen.
Die Flussgötter Styx und Acheron speisen aus ihren Wasserkrügen die Flüsse der Unterwelt.
Eine Amme hält ein Trockentuch, daneben das Körbchen.



















Foto: Hans-Jürgen Günther


3.

Thetis bringt den kleinen Achilles zum kundigen Kentauren Chiron,
der ihn erziehen soll. Chiron ist von der Jagd zurückgekehrt.
Ein Beutetier hängt über seiner Schulter.
Mit offenen Armen nimmt er Achilles auf.
Links steht eine Dienerin der Thetis. Sie trägt ein Gefäß.





















Foto: Hans-Jürgen Günther

4.

Achilles sitzt auf einem Felsblock und speist. Davor ein Keiler- und ein Löwenkopf.
Über Chirons Schulter hängt Jagdbeute. In der linken Händ hält er eine Löwin.
Mit der rechten hat er Achilles das Mark und die Eingeweide der Beutetiere gereicht.
Diese Nahrung soll ihn stark machen.


























Foto: Hans-Jürgen Günther

5.

Auf Chirons Rücken lernt Achilles, der Sohn des Peleus, das Waidwerk.
Die Beutetiere sind ein Keiler und ein Löwe.




























Foto: Hans-Jürgen Günther

6.

Achilles ist groß genug, um mehr zu lernen.
Die von Chiron gerufene Muse Kalliope bringt dem Peleiden das Lesen bei.























Foto: Hans-Jürgen Günther

7.

Chiron unterrichtet Achilles im Diskuswerfen.
Der Riesendiskus des späteren Helden ist so groß, dass er bis unter die Achsel reicht.
Zuvor hat Achilles wohl auf der (rechts) abgelegten Leier gespielt























Foto: Hans-Jürgen Günther

8.

Chiron, auf eine Keule gestützt, verabschiedet seinen Eleven.
Thetis streckt dem herangewachsenen Sohn zur Begrüßung die Hände entgegen.
Die begleitende Dienerin trägt wiederum ein Gefäß. Ein Geschenk für Chiron?


























Foto: Hans-Jürgen Günther

9.

Zu Beginn des trojanischen Krieges zieht Thetis dem Achilles Mädchenkleider an.
Sie will ihn bei König Lykomedes auf die Insel Skyros verstecken.
Vor dem thronenden Herrscher steht ein bewaffneter Leibwächter.


























Foto: Hans-Jürgen Günther

10.

Achilles im Kreis der vier Töchter des Lykomedes.
Die Mädchen verarbeiten Wolle. Achilles spielt spielt Lyra.
Der Peleide im Mädchengewand und die Königstochter Deidameia schauen sich verliebt an.
Sie ist durch ihn schwanger und bringt später den gemeinsamen Sohn Neoptolemos zur Welt.




















Odysseus überlistet Achilles.

11.
Zentralbild: Odysseus überlistet Achilles.
Der kluge Odysseus soll Achilles aufspüren, damit er vor Troja kämpfe.
Der Ithaker kommt nach Skyros und bedient sich einer List: Er legt den Mädchen
schöne Kleider und Schmuck hin, darunter auch Waffen und eine Rüstung.
Dann lässt er überraschend die Kriegstrompete (Urform der "Vuvuzela") blasen.
Achilles, noch in Mädchenkleidung, verrät sich, als er zu den Waffen greift.
Deidameia versucht vergeblich ihren Geliebten zurückzuhalten.








Besichtigungen:


Museum, Theater, Schönbühltempel, Amphitheater



Meerstadtplatte

Medaillon aus der Meerstadtplatte



















Ariadnetablett

Medaillon des Ariadnetabletts:
Dionysos (Bacchus) begegnet auf Naxos der verlassenen Ariadne.
Foto: Hans-Jürgen Günther 25.06.2010


















'Stele'

Reiterstele


















Ariadnetablett

Brunnenstube der Thermenanlage
Foto: Hans-Jürgen Günther 25.06.2010


























gezeichnet von: Anna Kondek aus Sandomierz, September 2003

Römerkopf

















gezeichnet von:  Przemek Golebiowski aus Sandomierz, September 2003

Tempelmodell

















gezeichnet von: Johannes Ehrler, 14 Jahre, Juni 2003

Weinamphore

















gezeichnet von: Nytja Buderer, 14 Jahre, Juni 2003

Venusstatue aus dem "Balneum" der
"Domus Romana"

















gezeichnet von: Christine Ernst, 14 Jahre, Juni 2003
Vasen aus dem Römermuseum

















gezeichnet von: Vivien Detert, 14 Jahre, Juni 2005
Vasenkollektion

















gezeichnet von: Frieda Hahne, 14 Jahre, Juni 2005
Weinamphore

















gezeichnet von: Niclas Becker, 14 Jahre, Juni 2003
Schale

















Foto: Jörg Ziebold
(Bodenmosaik, ausgestellt im Unterbau der Curia)

















Weitere Besichtigungsziele:

Forum, Curia, Brotbackstube



Auf dem Weg durch Kaieraugst: Thermen, Kastell, Baptisterium


Quelle: Homepage Augst

Zurück:Rheinfähre (Juni-August) 14.00-17.00 (außer Mo!)
(Infos: Gemeinde Augst, Tel: 0041 61/ 816 90 60)
Besichtigung des Brückenkopfes (dt. Rheinseite)
Abfahrt Herten (DB) 15.59 Uhr
Ankunft Emmendingen: 17.41 Uhr


















Klasse 8ab 2003
Lateiner bei 34° Celsisus

















Klasse 8ae 2005
Lateiner im Triclinium

















Klasse 8ae 2005
Künstler am Werk

















An der Rheinfähre
"Augster Rheinfähre..."

















Augst

weit und breit bekannt - historisch interessant

Die Geschichte von Augst ist in ihren Ursprüngen mit der Gründung, von Augusta Raurica im Jahre 44 v. Chr. verbunden. Diese ehemals blühende römische Handelsstadt wurde in den Jahren um 260 n. Chr. mehrmals durch anstürmende Alemannen von Norden her angegriffen. Das durch innere Schwierigkeiten geschwächte römische Reich war nicht mehr in der Lage, seine Grenzgebiete zu schützen, und so wurde Augusta Raurica endgültig zerstört. Die Ruine diente lange Zeit als Steinbruch für den Bau neuer Häuser in der Umgebung.

Diokletian, ein Soldatenkaiser, festigte das Reich wieder. Er veranlasste dem Rhein entlang den Bau starker Befestigungsanlagen. So entstand um 300 n. Chr. an der Stelle unseres heutigen Dorfkerns das spätrömische Soldatenlager Castrum Rauracense. Ausschlaggebend mag auch die schon früher erstellte Brücke über den Rhein gewesen sein, die eine bedeutende militärische Verbindung nach Norden darstellte und dem Handel diente. Das Kaiseraugster Kastell war das größte am Oberrhein. Es diente nicht nur militärischen Zwecken. Außer einer Kaserne enthielt es auch Wohnungen für die Angehörigen der Offiziere und Soldaten, sowie Magazine, Getreidespeicher, Bäder und Notunterkünfte für die Landbevölkerung, die sich im Kriegsfall ins Kastell zurückzog. Auch Gewerbe und Handel waren wichtige wirtschaftliche Träger der Siedlung. Das Trinkwasser wurde in Zisternen gesammelt oder durch Sodbrunnen gewonnen. Unter Platten, welche die

Augusta Rauria: Curia

Fahrbahn bildeten, verlief schon damals eine Abwasser-Kanalisation. Überreste wurden beim Neubau der Dorfstraße im Jahre 1975 gefunden. Die Lage der heutigen Dorfstraßen stimmt weitgehend mit der damaligen überein. Die Größe des Kastells betrug 3,6 ha Lind ist heute noch erkennbar an der restaurierten Umfassungsmauer, im Volksmund auch «Heidenmauer» genannt.

Große römische Thermen (Badeanlagen): Sie wurden bei Fundationsarbeiten für den Kindergarten im Dorf im Jahre 1974 entdeckt. Die erstaunlichen Bauwerke waren in verschieden warm beheizbare Räume (Hypokaustheizung) unterteilt. Ein wichtiger Bestandteil war auch ein Kalt­wasserbecken. Sein Bleiabflussrohr ist heute noch gut erhalten. Die Thermen waren die Treffpunkte der Römer. Man kam zusammen, badete, schwitzte, diskutierte und verbrachte gesellige Stunden, verband also das Angenehme mit dem Nützlichen. Ein Teil der imposanten Gesamtanlage wurde für die Nachwelt erhalten. Im heutigen Ausstellungsraum ist ein Übersichtsplan und sind Abgüsse ausgewählter Spitzenfunde, die im Kaiseraugster Boden bis jetzt zum Vorschein kamen, ausgestellt.


Quelle: Prospekt der Gemeinden Augst und Kaiseraugst


















quidam Nicolas
"In Ermangelung eines Taschentuches..."

















quidam Jörg
"VIR VERE ROMANUS MMIII ???"


aktualisiert: 05. März 2017

Hans-Jürgen Günther


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